Harald Koberg

Harald Koberg ist Kulturanthropologe und Medienpädagoge mit Fokus auf digitale Spiele. Für den Grazer Verein Ludovico organisiert er Workshops und Schulungen für Jugendliche und Erwachsene zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Medium. Als Doktorand an der Uni Graz forscht er zur gesellschaftlichen Bedeutung digitaler Spiele und im Rahmen von Ludovicos button project organisiert er Turniere, Game Jams, Stammtische und das alljährliche button Festival of Gaming Culture in Graz.


Virtuelle Rebellionen – Digitale Spiele als Gegenräume

Vortrag,  Sonntag 21. Oktober, 16:00 – 16:30

Was motiviert die Menschen hinter #gamergate? Warum schleichen Jugendliche nachts durchs Haus, um noch ein bisschen zocken zu können? Warum organisieren Menschen ihre Freizeit rund um Raids in World of Warcraft? Motivationen zu spielen gibt es viele. Einen wertvollen Ansatz, sie zu verstehen, liefert Michel Foucault mit seinem Konzept der Heterotopien, der Gegenräume, die vor allem denen als Zuflucht dienen, die die physische Welt, so wie sie ist, nicht akzeptieren wollen oder können.

Spiele sind Möglichkeitsräume, die gewisse Regeln und Normen der Welt um sie herum umstoßen und nach Bedarf durch neue ersetzen. Sie machen Alternativen nicht nur denk- sondern auch erlebbar. Und als Orte alternativer Norm- und Machstrukturen sind sie ganz besonders reizvoll für Menschen, die mit den in der physischen Welt vorgefundenen Strukturen in Konflikt geraten sind.

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